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Bilanz zur Winterpause
Dienstag, 12. Dezember 2006

Nach holprigem Start noch Fahrt aufgenommen

Sportfreunde überwintern hinter der Spitze in Lauerstellung

Es war der 10. Spieltag, als die Sportfreunde am Tiefpunkt angekommen waren. Nach einem mageren Pünktchen beim Tabellenletzten Feldkahl machte sich angesichts von nur 12 Punkten und dem daraus resultierenden 11. Tabellenplatz Ratlosigkeit breit. Mit großen Zielen war man gestartet, doch der Start war mit nur drei Siegen aus den ersten zehn Spielen mehr als holprig. Hauptursache war vor allem die schwache Chancenverwertung: Gerade einmal zehn Tore standen auf der Haben-Seite. Und dann stand auch noch das äußerst schwere Derby in Eichenberg auf dem Spielplan. Schon damals war abzusehen, dass dieses Spiel wegweisend für den restlichen Saisonverlauf sein würde. Und die Sportfreunde legten tatsächlich mit diesem Spiel den Hebel um: Mit dem fulminanten 4:2-Derbysieg begann eine Serie von neun Spielen ohne Niederlage, aus denen 23 Punkte geholt wurden. Die Offensive traf endlich das Tor wieder und war 26mal erfolgreich. In Verbindung mit der zweitbesten Defensive der Liga bedeutet das zur Winterpause einen komfortablen 4. Platz - mit Blick nach oben.

Meisterschaftsrennen: Rothenbuch überrascht alle - dann kam Unterafferbach

Während die Sportfreunde noch hauptsächlich mit sich selbst beschäftigt waren, startete Liga-Neuzugang Rothenbuch nach dem 2:2-Auftakt am Bischling zunächst einen Alleingang, und der Favorit aus Mömbris hatte das Nachsehen. Überraschend stark präsentierten sich auch Viktoria Brücken, RoGu und der TV Wasserlos, die sich nach dem ersten Saisondrittel noch in der Spitzengruppe tummelten. Doch allmählich sortierte sich die Tabelle und an der Spitze entwickelte sich ein Dreikampf zwischen Rothenbuch, Mömbris und Unterafferbach, den die Sportfreunde schließlich zu einem Vierkampf erweitern konnten. Mit zwei weniger absolvierten Partien brachten sich die Germanen aus Unterafferbach klammheimlich in Position, um mit den zwei Nachholspielen kurz vor der Winterpause souverän die Tabellenführung zu übernehmen. Die Truppe um Spielertrainer Lippert ist in bestechender Form: 12 Spiele ohne Niederlage (die letzte gab es am Bischling beim 1:3 gegen die Sportfreunde) und ein überragendes Torverhältnis von 75:29 (beides Ligaspitze) machen klar, dass die Meisterschaft heuer nur über Unterafferbach führt. Die Konkurrenz dürfte aufgeatmet haben, dass der Lauf der Germanen nun erst einmal durch die Winterpause unterbrochen wird und im Frühjahr die Karten evtl. neu gemischt werden. Angesichts der Souveränität, die die Unterafferbacher an den Tag gelegt haben, ist allerdings nicht damit zu rechnen, dass Lippert & Co. die Tabellenführung noch einmal abgeben werden.

Dreikampf um die Relegation 

Hinter dem souveränen Spitzenreiter streiten sich momentan der FC Mömbris, der TSV Rothenbuch und die Sportfreunde Sailauf um den Relegationsplatz. Doch bis zum 9. Tabellenplatz, auf dem momentan RoGu rangiert, können sich alle Teams noch gewisse Hoffnung machen, evtl. ebenfalls noch einmal in diesen Kampf einzugreifen.

Feldkahl auf Abschiedstournee 

Ab Platz 10 beginnt der Abstiegskampf. Und dort finden sich zwei Vereine, die man eigentlich ganz vorne erwartet hätte. Der TSV Blankenbach und der FC Eichenberg sind bislang die Verlierer der Saison. Mit großen Ambitionen gestartet, müssen die Mannschaften um die Trainer Zyzik bzw. Maiolo nun um den Klassenerhalt kämpfen. Den hat der FSV Feldkahl mit gerade einmal sieben Punkten und bereits 14 Punkten Rückstand zum Relegationsplatz praktisch schon verloren. Auch die TSG Kälberau dürfte es schwer haben, noch einmal aus dem Abstiegsstrudel zu entkommen. In Königshofen hat man hingegen noch berechtigte Hoffnung, den Absturz in die A-Klasse abwenden zu können.

Für Spannung Oben und Unten ist in den verbleibenden elf Spielen also gesorgt. 

Sportfreunde: Potenzial vorhanden, jedoch erst spät aktiviert 

Vielleicht weiß Sportfreunde-Trainer Harald Reisacher selbst nicht so genau, welchen Knopf er da gedrückt hat, um das vorhandene Potenzial der Mannschaft endlich auch abzurufen. Es schien fast zum Verzweifeln, was seine Offensivabteilung an Fahrkarten fabrizierte. Und doch war das Team im entscheidenden Moment da. Der Derbysieg in Eichenberg war rückblickend die Geburtsstunde eines neuen Teamgeists, vielleicht sogar einer neuen Erfolgs-Generation am Bischling. Plötzlich griffen die verschiedenen Räder reibungslos ineinander, die vorher noch Sonntag für Sonntag Getriebeschäden fabrizierten.

Die Abwehr: Bollwerk meets Elfer-Killer meets Bruder Leichtfuß

Keine Frage: Der Titel "zweitbeste Abwehr der Liga" geht zu großen Teilen auf das Konto von Torwart Martin Schanz und "Terrier" Marco Reinhard. Schanz entpuppte sich mit fünf gehaltenen Strafstößen als Elfer-Killer, Reinhard stellte grundsätzlichen jeden Gegenspieler kalt. Aber auch Kapitän Jürgen Stenger wird immer souveräner. Timo Bayer entwickelt sich immer mehr zum "Turm in der Schlacht" und setzt seine Kopfballstärke noch effektiver ein. Dazu kommt eine echte Überraschung: Thomas Hirsch hat einen großen Schritt nach vorne gemacht und stabilisiert die linke Abwehrseite, wobei er auch einige gute Szenen nach vorne hat.
Lediglich im Spielaufbau hat die Defensive noch Defizite. Hier wird zu oft planlos nach vorne gespielt, und auch Bruder Leichtfuß läuft noch zu oft im Sportfreunde-Trikot herum und lädt den Gegner zum Toreschießen ein.
Erfreulich: Mit Torsten Eisert, Thomas Grabherr und Alexander Imgrund stehen nach der Winterpause auch wieder mehrere Alternativen zur Verfügung.

Mittelfeld: Die Entdeckung der Möglichkeiten

Ohne Übertreibung: Das aktuelle Mittelfeld dürfte nominell das stärkste sein, welches die Sportfreunde in den letzten zehn Jahren aufzubieten hatten. Da findet sich einiges an Landesliga- und BOL-Erfahrung, und auch die Mischung passt. Mit Harald Reisacher hat man einen Kopf, mit Bernd Hafner pure Kraft, mit Neuzugang Oliver Drews eine echte Verstärkung, mit Andreas Merten einen talentierten Nachwuchs-Spieler und mit Marc Hirsch einen begnadeten Techniker mit der Fähigkeit zum genialen Pass. Doch die vielfältigen Möglichkeiten werden noch nicht vollends ausgeschöpft. Diese scheinbar hochsensible Maschine hat bislang nur streckenweise die Drehzahl erreicht, zu der sie imstande ist. Zu anfällig und noch nicht effektiv genug kommt sie daher. Wenn es den "Chefmechanikern" Reisacher und Hafner gelingt, die vorhandenen Einzelteile noch besser aufeinander abzustimmen, dann könnte man daraus einen Sportwagen mit der Kraft einer Dampfwalze konstruieren. Und im Fein-Tuning sollte dann auch gleich mehr Torgefährlichkeit eingebaut werden. Ganz klar: Das Mittelfeld hat noch einige Luft nach oben.

Angriff: Mehr Variabilität durch Wohland und Gerber

Eine bange Frage, die man sich in den vergangenen Jahren immer wieder stellte, bekam in der Vorrunde unerfreuliche Aktualität: Was, wenn Goalgetter Klaus Lasar einmal ausfällt oder Ladehemmung hat? Der Sportfreunde-Torjäger, sonst Garant für eine hohe Verwertungs-Quote bei Torchancen, hat sicher schon erfreulichere Phasen gehabt. Doch in den ersten Spielen war es wie verhext. Und nach einem heftigen Zwischenhoch steckt Lasar scheinbar erneut in diesem Loch, in das nur Stürmer fallen können: Man macht alles so wie immer, doch der Ball geht einfach nicht mehr ins Tor. Rückkehrer Rene Wohland sprang Gottseidank als Torschütze vom Dienst ein. Und auch Nachwuchsspieler Felix Gerber setzte ein paar deutliche Ausrufezeichen, wenngleich er sich mit dummen Aktionen immer wieder selbst im Weg steht. Dem Leistungssprung in den Beinen muss noch der Sprung im Kopf folgen, dann ist einiges möglich.
Keine Offensiv-Alternative war leider die Rückkehr von Hans Putz, der - obwohl erkennbar bemüht - vergeblich die Form früherer Jahre suchte. Zuletzt war ein leichter Aufwärtstrend erkennbar und es wäre ihm zu wünschen, dass dieser sich fortsetzt.
Alles in allem haben die Sportfreunde ihre anfängliche Sturm-Seuche rechtzeitig in den Griff bekommen. Wenn jetzt noch Klaus Lasar wieder zu gewohnter Stärke findet, kann auch die magere Tordifferenz von gerade einmal +4 deutlich verbessert werden.

In komfortabler Lauerstellung...

... liegen die Sportfreunde über die Winterpause. Dass man noch einmal zum Sturm auf den Gipfel blasen kann, scheint angesichts der beeindruckenden Überlegenheit der Unterafferbacher sehr unwahrscheinlich. Doch der momentan den Relegationsplatz belegende FC Mömbris ist nur drei Punkte entfernt. Und genau dieser FC Mömbris muss noch am Bischling antreten, auf dem die Sportfreunde in dieser Saison noch ungeschlagen sind. Dazu kommt, dass sieben der noch ausstehenden elf Partien Heimspiele sind.

Doch der Relegationsplatz ist kein Muss. Viel wichtiger ist es, weiterhin attraktiven Fußball zu spielen und den in allen Bereichen positiven Trend fortzusetzen. Die Leute gehen wieder zu den Sportfreunden auf den Bischling, weil guter Sport geboten wird. Und nicht zuletzt aufgrund der hervorragenden Jugendarbeit hat der Verein sehr gute Perspektiven für die nähere Zukunft. Erfreulich, dass sich die 1. Mannschaft in dieses positive Bild einfügt. Mit der Verpflichtung von Harald Reisacher als Spielertrainer hat definitiv eine Aufwärtsbewegung eingesetzt. Und wenn die Mannschaft weiter so ehrgeizig zur Sache geht, wird das über kurz oder lang auch Erfolge nach sich ziehen. Vielleicht schon schneller, als man das im Moment erwarten kann.

 

 
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