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Hammersieg: Sportfreunde entthronen Spitzenreiter Rothenbuch!
Montag, 6. November 2006

TSV Rothenbuch - Sportfreunde Sailauf

2:4

(1:1)

Torschützen: Rene Wohland (2), Klaus Lasar (2) 
 
Unfassbar... Hätte der (Ex-)Spitzenreiter aus Rothenbuch nach 90 Minuten eine zweistellige Niederlage einstecken müssen, er hätte sich nicht beschweren dürfen. Das einzige, was an der Sportfreunde-Dampfwalze in diesem spektakulären Spiel auszusetzen war, ist die unglaubliche Fahrlässigkeit beim Verwandeln dickster Torchancen im Minutentakt. Ansonsten kann das packende Match getrost in die Kategorie "Absolute Highlights der letzten 10 Jahre" gepackt werden. Die Sportfreunde blasen jedenfalls mit Macht zum Gipfelsturm und sind in dieser Verfassung wohl zu allem imstande.

Als zum Anpfiff ein unangenehmer Herbststurm über den Sportplatz in Rothenbuch blies, ahnten die Hausherren noch nicht, dass das nur ein laues Lüftchen war im Vergleich zu dem, was in den folgenden 90 Minuten über sie hereinbrechen sollte.

Schon in der ersten Spielminute hatte Klaus Lasar die Riesenchance zur Führung, und es ging Schlag auf Schlag so weiter. Alle Chancen hier aufzulisten, würde den Rahmen sprengen. Alleine fünfmal (!) während des Spiels mussten Pfosten und Latte herhalten, um Rothenbuch vor noch größerem Unheil zu bewahren. Doch zunächst war es schier zum Verzweifeln, denn die Sportfreunde schafften es trotz drückender Überlegenheit und bester Einschussmöglichkeiten nicht, endlich in Führung zu gehen. Stattdessen ging der Schuss fast nach hinten los. In der 17. Minute, als Sailauf eigentlich schon längst mit 2:0 hätte führen müssen, wurde ein Rothenbücher Stürmer im Sailaufer Strafraum regelwidrig zu Fall gebracht. Der fällige Elfmeter für Rothenbuch war gleichzeitig der erste Torschuss des Spitzenreiters. Doch auch der Top-Scorer der Liga, Stefan Aulenbach, scheiterte an der "Katze vom Bischling": Martin Schanz hielt nun schon den fünften (!) Elfmeter in dieser Saison - mehr als rekordverdächtig! Auch ansonsten hatte Aulenbach wenig zu bestellen. Der überragende und bis in die letzte Haarspitze motivierte Marco Reinhard meldete ihn praktisch fast komplett ab, und Aulenbach blieb somit ohne Torerfolg. Eine Erfahrung, die Rothenbuchs Stürmer trotz Handicap nur äußerst selten macht.
Nach 29 Minuten war es schließlich Rene Wohland, der endlich den Bann brach und den Sportfreunden die längst überfällige Führung brachte. Erst jetzt wachte der Tabellenführer etwas auf und zeigte das schnelle Direktspiel nach vorne, welches bislang so erfolgreich war. Und schon fünf Minuten nach der Sailaufer Führung war es der agile Eich, der den Ausgleich erzielte und den Spielverlauf auf den Kopf stellte. Mit diesem Unentschieden ging es in die Pause.

Nach dem Wechsel sahen die Zuschauer zunächst ein ausgeglichenes Match, bis erneut Eich praktisch aus dem Nichts die Führung für die Gastgeber erzielte (54.). Im 16m-Raum drehte er sich blitzschnell und zog ab. Unhaltbar für Martin Schanz schlug der Ball im langen Eck ein. So effektiv ist man nur, wenn man an der Spitze steht. Die Sportfreunde, trotz der Kälte ohnehin schon in kurzen Trikots angetreten, krempelten jetzt jedoch erst recht die Ärmel hoch und zeigten tolle Moral. Wieder brandete Angriff auf Angriff Richtung Rothenbücher Gehäuse. Einen von der Latte abprallenden Freistoß konnte Rene Wohland mit seinem zweiten Doppelpack innerhalb einer Woche zum Ausgleich abstauben. Kurz darauf die Szene, die das Spiel endgültig entschied. Nach einem Traumpass lief Klaus Lasar alleine aufs Tor zu und konnte von seinem Gegenspieler Hasenstab nur per Notbremse gestoppt werden. Die rote Karte war die logische Konsequenz, auch wenn Hasenstab es nicht wahr haben wollte und sogar nach dem Spiel noch einmal auf den Schiedsrichter losging. Angesichts solcher Unbeherrschtheit schüttelten sogar die heimischen Zuschauer nur noch mit dem Kopf. Den Sportfreunden konnte es nur recht sein, und vor allem Klaus Lasar konnte nun richtig Gas geben. In der 68. und 85. Minute wurde er jeweils wunderbar steil geschickt, konnte den Torwart ausspielen und zum 2:3 bzw. 2:4 einschießen. Dabei hätten die Sportfreunde schon viel früher den Sack zumachen müssen. Was in Überzahl während der letzten 25 Minuten alles an hundertprozentigen Torchancen vergeigt wurde, ging schon nicht mehr auf die berühmte Kuhhaut. In diesen Schlussminuten verhinderten nur zuviel Eigensinn bzw. schlicht Unvermögen ein Debakel für den zu diesem Zeitpunkt entthronten Tabellenführer. So war letztlich der 4:2-Sieg für die Sportfreunde hochverdient und für den TSV Rothenbuch sogar noch sehr schmeichelhaft. Allerdings hatten die Sailaufer vorher sicher nicht damit geplant, beim Spitzenreiter etwas für die Tordifferenz (die jetzt mit +2 immerhin endlich positiv ist) zu tun. Insofern nicht weiter tragisch.

Die Sportfreunde haben definitiv einen Lauf. Rückblickend kann man sagen, dass der Sieg in Eichenberg die Initialzündung war. Sieben Spiele ist man ohne Niederlage, die letzten drei Begegnungen wurden allesamt gewonnen. Der neue Tabellenführer Mömbris ist "nur" noch sechs Punkte entfernt und muss zudem noch am Bischling antreten. Ohnehin hat man in den verbleibenden 14 Partien jetzt neunmal (!) Heimrecht und muss somit nur noch fünfmal auswärts antreten.
Drei Spiele stehen vor der Winterpause noch aus: Blankenbach (H), Wasserlos (A) und Brücken (H) sind die Gegner. Wenn die Sportfreunde ihre Siegesserie fortsetzen, dann könnte auch das eigentlich schon abgehakte Thema "Aufstieg" noch einmal aktuell werden. Zwar sind die Aufstiegsränge noch nicht in Reich-, wohl aber in Sichtweite. Trotz der guten Perspektiven: Alles kein Grund, um in Euphorie zu verfallen. Am besten verfährt man nach dem bewährten Prinzip des "von-Spiel-zu-Spiel-Schauens". Die Mannschaft scheint jetzt endlich eine gewisse Konstanz zu entwickeln. Dass dies auf hohem Niveau passiert, ist erfreulich. Auch das in gewissen Situationen so wichtige Quäntchen Glück ist mit dem Erfolg zurückgekehrt. Aber erreicht ist noch gar nichts: Die Sportfreunde sind nach wie vor der Jäger, und die "Beute" ist noch ein gutes Stück entfernt. Die nächsten drei Wochen sollten genutzt werden, um sich weiter heranzupirschen.

 
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