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Am Tiefpunkt
Donnerstag, 28. November 2013

Sportfreunde Sailauf - Spvgg Heigenbrücken

1:3

(0:2)

Torschütze: Jürgen Stenger

Am Ende des Fußballjahres 2013 sind die Sportfreunde da angekommen, wohin sie die Entwicklung der letzten 12 Monate zwangsläufig führen musste: ganz unten. Nach einer indiskutablen, von jeglichem Kreisliga-Niveau weit entfernten Leistung, mussten sich die Sportfreunde dem auswärts bislang noch sieglosen Schlusslicht Heigenbrücken völlig verdient mit 1:3 geschlagen geben und rutschten damit selbst auf den letzten Tabellenplatz ab. In der nun beginnenden Winterpause müssen viele Dinge gründlich hinterfragt werden.

Schon die Anfangsphase des "Schicksalspiels" war erschreckend. Während die Gäste aus Heigenbrücken von Anfang an Gas gaben, agierten die Sportfreunde wie der sprichwörtliche Hühnerhaufen und standen defensiv offen wie ein Scheunentor. Fast im Minutentakt liefen die Gästespieler frei auf das Sailaufer Tor zu. Dass es nach 45 Minuten nur 0:2 stand (11., 17.) war deshalb lediglich der Heigenbrückener Abschlussschwäche und Sailaufs Torhüter Marcel Adelmann zu verdanken.

Erst nach dem Wechsel, als die Gäste sich angesichts der Führung etwas zurückzogen, fanden die Sportfreunde ein wenig besser ins Spiel. Doch spielerisch lief weiterhin überhaupt nichts zusammen. Einfachste Pässe misslangen, kein Ball lief über mehr als zwei Stationen. Die Sportfreunde unterboten noch einmal alles, was sie ihrem Publikum in diesem Jahr ohnehin schon zugemutet hatten. Immerhin setzte nach und nach dann doch noch so etwas wie körperlicher Widerstand ein und man kam auch zu Torchancen. Aber das Glück ließ sich an diesem Sonntag nicht erzwingen. Erst kurz vor Schluss schaffte Jürgen Stenger den Anschlusstreffer zum 1:2 (86.). Nun dachte man, dass vielleicht wenigstens noch ein Pünktchen möglich sei. Doch die dann spielentscheidende Szene war symptomatisch für die bisherige Saison: Anstatt eine hohe Flanke in den Heigenbrückener Strafraum zu schlagen, schoss ein Sailaufer Spieler den ersten in der Nähe stehenden Gegenspieler an. Daraus resultierte der Konter zum 1:3 (88.).

Auch wenn die Gäste am Ende das nötige Quäntchen Glück hatten, war ihr Sieg hochverdient. Dazu war nicht einmal eine besonders gute Leistung nötig, denn die Sportfreunde lieferten in diesem so ungeheuer wichtigen Spiel eine unterirdische Leistung ab.

Da man am kommenden Sonntag spielfrei ist, beginnt nun die Winterpause. Sollte Heigenbrücken nicht mit 6 oder mehr Toren Unterschied in Hain verlieren, überwintern die Sportfreunde als Tabellenletzter. Es ist der vorläufige Tiefpunkt einer Entwicklung, die schon zu Jahresbeginn eingesetzt hat. Im gesamten Jahr 2013 haben die Sportfreunde in 28 Ligaspielen nur 8 Siege geholt. In der aktuellen Saison sind es von 16 Spielen gar nur 3 Siege. Dazu kommen der mit Abstand schwächste Sturm (17 Tore) und die zweitmeisten Gegentore (42). Alle Zeichen stehen auf Abstieg.

In den nun gut drei Monaten bis zum nächsten Spiel haben die Verantwortlichen und Spieler ausreichend Zeit, sich Gedanken zu machen. Zum Beispiel darüber, wie aus einer Mannschaft, die vor einem Jahr noch mit einem Auge Richtung Bezirksliga schielte, ein potenzieller Absteiger werden konnte. Oder darüber, warum fast jeder Spieler teils absurd weit unter seinen Möglichkeiten bleibt. Warum es keine spielerische Weiterentwicklung, sondern sogar massiven Rückschritt in allen Mannschaftsteilen gibt. Warum die Mannschaft nur selten als Einheit auftritt und nicht regelmäßig wenigstens Leidenschaft, Wille und Teamgeist in die Waagschale wirft.

Erklärungsansätze gibt es. Einige davon taugen, andere nicht. Das Verletzungspech hat sicher eine große Rolle gespielt. Den Ausfall von Jan Becker konnte die Mannschaft zu keinem Zeitpunkt kompensieren, ebenso die immer wiederkehrenden Ausfälle von Leistungsträgern wie z.B. Linus Ebert. Und mit Moritz Büttner war auch eine wichtige Alternative die meiste Zeit verletzt. Max Megerle war dadurch oft auf sich allein gestellt. Den jüngeren Spielern fehlte dadurch auch die Führung und Erfahrung. Vor allem defensiv machte sich das bemerkbar. Unsicher, oft nicht reaktionsschnell genug und ohne jede Unterstützung bzw. Entlastung aus dem Mittelfeld, war man zu oft eine leichte Beute für den Gegner. Das Mittelfeld versagte zudem in vielen Spielen als wichtige Schnittstelle zwischen Abwehr und Angriff. Dadurch hing der Sturm meistens völlig in der Luft. Und wenn er sich doch mal in Szene setzen konnte, fehlte die Durchschlagskraft.

Angesichts der aktuellen Situation ist völlig klar, dass es ein "Weiter so" nicht geben kann. Vielmehr muss bei den Sportfreunden alles kritisch hinterfragt werden. Und da sollte jeder Einzelne zunächst bei sich selbst beginnen: Wie sieht es mit der persönlichen Einstellung zum Fußballsport und mit der Identifikation mit Verein und Mannschaft aus? Was erwartet man von sich selbst und von seinen Mitspielern? Was hat man dafür getan? Wo sind die eigenen Defizite? Was kann man tun, um sich selbst - und damit die Mannschaft - zu verbessern? Was ist man bereit, zusätzlich dafür zu leisten?

Jetzt ist der Zeitpunkt, um die Dinge grundlegend zu hinterfragen und zu ändern. Jeder ist gefordert, die Winterpause und die anschließende Vorbereitung entsprechend zu nutzen. Körperlich und mental. Den Abstieg wird man wohl nicht mehr verhindern, aber man kann eine Grundlage für die nächste Saison schaffen. Passiert jedoch nichts, werden die Sportfreunde auch nächstes Jahr wieder bedröppelt unterm Weihnachtsbaum sitzen. Eine Klasse tiefer, aber evtl. mit den gleichen Problemen.

 
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