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Saisonvorschau 1. Mannschaft
Samstag, 4. August 2012

Indianer suchen Häuptling(e)

Nach dem blamablen Finale der letzten Saison, als an den letzten Spieltagen fahrlässig die Aufstiegsrelegation bzw. sogar die noch mögliche Meisterschaft verspielt wurde, werden am Bischling die Uhren wieder auf Null gestellt. Dabei geht es jedoch nicht nur darum, das verkorkste Saisonende vergessen zu machen. Vielmehr steht auch personell eine deutliche Zäsur an: Ohne die erfahrenen Bernd Hafner (Karriereende), Jürgen Stenger (chronische Verletzung mit ungewisser Comeback-Chance), Peter Braun (Standby) und Florian Ettl (Spielertrainer beim SV Großwallstadt) ist der Welpenschutz für die jüngeren Spieler endgültig vorbei. Aus einigen der vielen hoch veranlagten jungen Indianer müssen in den nächsten Wochen und Monaten Häuptlinge werden, die Führung und Verantwortung übernehmen. Ansonsten könnte es ein böses Erwachen geben.

Vielleicht war das genau die Befürchtung, die die Verantwortlichen dazu veranlasste, das Saisonziel "Klassenerhalt" auszugeben. Nach zwei dritten Plätzen in Folge und einer letztlich nur knapp verpassten möglichen Meisterschaft scheint das eine ziemliche Tiefstapelei zu sein. Betrachtet man aber den Erdrutsch, den es aufgrund des Ausscheidens der o.g. Spieler im Altersdurchschnitt gegeben hat, wird schnell klar: Da ist eine verdammt junge Truppe unterwegs, die lediglich durch einen noch jüngeren Spieler (Toni Jung von der JFG Westspessart) verstärkt wurde. Die Vorbereitung zeigte dann auch gleich ganz deutlich, dass noch sehr vieles nicht so funktioniert, wie man sich das wünschen würde. Mit "Jugend forscht" hat man den Sailaufer Fußball in den vergangenen Jahren noch ganz stolz überschrieben, hatte man doch das Glück, die Früchte einer jahrelang hervorragenden Jugendarbeit ernten zu können. Die Saison 2012/13 führt diese Philosophie jedoch an eine entscheidende Weggabelung: Machen die jungen Ausnahmetalente wie Max Megerle, Linus Ebert, Jan Becker, Sebastian Hugo oder Moritz Büttner ihren nächsten Entwicklungsschritt und treten in die Fußstapfen der "alten Haudegen", oder hat man schon das Ende der Fahnenstange erreicht? Die Beantwortung dieser Frage wird nicht einmal so sehr von den Füßen, sondern vielmehr vom Kopf abhängen. Es muss sich eine neue, leistungsorientierte Hierarchie bilden, die zudem einen eingeschworenen Teamgeist entstehen lässt. Junge Spieler müssen Verantwortung übernehmen und die Richtung auf dem Platz vorgeben. Die Spielweise muss eine funktionierende Balance aus Technik und Kampf sein. Zudem kann man nur hoffen, eindlich einmal vom Verletzungspech verschont zu bleiben. Und: Das Publikum muss sich wieder mehr in Geduld üben - das schuldet man dieser jungen Truppe.

Da ist es sicher keine schlechte Entscheidung, für den zur A-Jugend des FC Hösbach abgewanderten Co-Trainer Marcel Hufgard nun den ehemaligen Jugendcoach Franz-Josef Ebert mit ins Boot zu nehmen, der zusammen mit Thorsten Zipfl künftig Trainer Martin Schanz assistieren wird. "Frajo" kennt "seine" Jungs, sie kennen und vertrauen ihm ebenfalls. Schließlich war man zusammen schon äußerst erfolgreich.

Allerdings: Das hier ist die Kreisliga. Hoffnungslos überforderte Gegner, wie man es in der Jugend schon fast gewohnt war, gibt es hier keine mehr. Ganz im Gegenteil: Die Kreisliga ist auch 2012/13 wieder die engste Liga weit und breit. Zwischen Aufstiegsträumen und nackter Überlebensangst werden auch heuer nur wenige Punkte liegen. Das abgedroschene "Jeder kann jeden schlagen" dürfte so ziemlich jeden Sonntag bestätigt werden.

Nur noch 15 statt bislang 16 Teams gehen ab dem 5. August ins Rennen. Die Auf- und Abstiegsregelung ist dabei gleich geblieben: Der Meister steigt direkt in die Bezirksliga auf, der Vize geht in die Relegation. Unten steigen vier Mannschaften direkt in die Kreisklasse ab, der Fünftletzte geht in die Abstiegsrelegation.

Für Meister Pflaumheim kommt von oben die 2. Mannschaft des Bayernligisten Alemannia Haibach in die Kreisliga. Von unten kommen die Aufsteiger VfL Krombach, VfR Goldbach, Türk Erlenbach und TuS Leider. Und letztere gehen sogar gleich als Titelfavorit ins Rennen, nachdem man sich mit einigen Spielern von Alemannia Haibach enorm verstärken konnte. Gleich neun Kreisliga-Trainer prognostizieren den direkten Durchmarsch der Leiderer in die Bezirksliga. Je zwei Nennungen erhielten BSC Schweinheim und der TSV Großheubach, die in der letzten Saison als 8. bzw. 6. über die Ziellinie gingen. Erstaunlicherweise hat niemand Germania Dettingen, den letztjährigen Vizemeister, auf der Rechnung. Dafür schanzen diese den Sportfreunden sogar die Favoritenrolle zu.

Wie die Saison tatsächlich laufen wird, kann man allerdings nur mutmaßen. Ein Drittel aller Vereine sind neu, und schon letztes Jahr war es v.a. im Abstiegskampf ein Hauen und Stechen vom ersten bis zum letzten Spieltag. Nichts anderes ist auch für die neue Saison zu erwarten.

Die Sportfreunde stehen angesichts des altersbedingten Umbruchs auch vor vielen Fragezeichen. Letztes Jahr musste man am eigenen Leib erfahren, wie schnell man bei einem suboptimalen Saisonstart ans Tabellenende durchgereicht wird. Das sollte man sich heuer auf jeden Fall ersparen.

Im ersten Spiel kommt mit dem VfL Krombach ein Konkurrent aus Kreisklasse-Tagen an den Bischling. Die Krombacher holten sich vergangenes Jahr souverän die Meisterschaft und werden mit entsprechender Euphorie und Selbstvertrauen die Reise nach Sailauf antreten. Die Sportfreunde sollten ihnen schnell klarmachen, dass die Kreisliga ein ganz anderes Kaliber ist. Gerade nach den eher schlechten Ergebnissen der Vorbereitung wäre ein Heimsieg optimal für das Selbstvertrauen. Und davon kann man angesichts der anstehenden schweren Aufgaben gar nicht genug haben. Wir wünschen viel Erfolg!

 
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