FC Unterafferbach - Sportfreunde Sailauf2:0(1:0)
Torschützen: - Fehlanzeige -
Nach dem glücklichen Sieg gegen Gailbach präsentierten sich die Sportfreunde in Unterafferbach in erschreckend schwacher Verfassung und kassierten eine verdiente 2:0-Niederlage. Zu allem Überfluss verlor man auch noch Peter Braun durch eine Rote Karte. Den Sportfreunden stehen schwere Wochen bevor.
Wie schon gegen Gailbach gab es gleich in der 2. Spielminute ein
"Hallo wach"-Erlebnis. Mit dem Unterschied, dass der Ball diesmal nicht
am Pfosten, sondern im Sailaufer Tor landete. Auch in der Folge waren
die Gastgeber in einer weitestgehend schwachen, kaum Kreisliga-Niveau
erreichenden Partie, die aktivere und damit auch spielbestimmende
Mannschaft. Kurz vor der Halbzeit hatten die Sportfreunde dann Glück,
dass ein Lupfer das Sailaufer Tor nur um Haaresbreite verfehlte. Somit
war man mit dem knappen Rückstand eigentlich noch recht gut bedient. Nach
dem Wechsel wurden endlich auch die Sportfreunde etwas druckvoller,
wenngleich der Ball kaum einmal über drei, geschweige denn mehr Stationen lief. Dazu kam, dass
man nun vom FCU auch den Schneid abgekauft bekam. In dieser Phase
versäumte es der Schiedsrichter, der aufkommenden Härte der Gastgeber
entschlossener entgegen zu treten. Dennoch hatte Thorsten Zipfl nach einer guten
Stunde in einer 1:1-Situation die hervorragende Möglichkeit zum Ausgleich, scheiterte aber an FCU-Urgestein Heeg im Tor. Auch aus
Standard-Situationen konnte man kein Kapital schlagen. Aber auch der FCU
blieb bei Angriffen gefährlich: Einen gefährlichen Kopfball konnte
Keeper Martin Schanz gerade noch über die Latte lenken. Auf der
Gegenseite verfehlte Thorsten Zipfl mit einem Kopfball-Heber nur knapp das
Unterafferbacher Tor. Zwei Minuten vor Spielende ließ sich Peter Braun
zu einer Unsportlichkeit hinreissen und kassierte folgerichtig die Rote
Karte. Mit einem clever ausgespielten Konter in der letzten Spielminute machte der FCU den Sack dann endgültig zu. Die momentanen personellen Probleme sind sicher ein Grund für den völlig verkorksten Saisonstart. Und mit der zu erwartenden Sperre für Peter Braun wird sich die Personalsituation weiter zuspitzen. Doch ist auch das Fehlen zahlreicher Leistungsträger keine Erklärung für das, was da zum großen Teil auf dem Platz abgeliefert wurde. Von den jüngeren Spielern kann man sicher noch nicht verlangen, dass sie die entstandenen Lücken schließen. Doch erschreckend war, dass - bis auf den reaktivierten Bernd Hafner - auch keiner der erfahreneren Spieler dazu in der Lage war, seine Normalform abzurufen, geschweige denn der Mannschaft Stabilität zu verleihen. Natürlich fehlt es im Moment auch an Selbstvertrauen, doch kann das keine Erklärung dafür sein, warum viele Spieler den Beweis ihrer Kreisliga-Tauglichkeit komplett schuldig bleiben. Den Sportfreunden stehen nun schwere Wochen bevor. Den tatsächlichen Ernst der Lage verdeutlicht der Spielplan: Am kommenden Sonntag reist man nach Schweinheim, danach kommt das Überraschungsteam vom SV Mechenhard an den Bischling. Mit einer Leistung wie in Unterafferbach ist man in beiden Partien praktisch chancenlos. Anschließend trifft man dann auf drei Teams, die ebenfalls im Tabellenkeller rangieren: Aufsteiger Großwelzheim, Absteiger Amorbach und Großostheim. Kann man sich in den nächsten Spielen also nicht erheblich steigern und entsprechend punkten, sieht es angesichts der brutalen Abstiegsregelung in der Kreisliga richtig übel aus. Das sollte sich jeder Spieler vor Augen halten. |