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Interview mit Spielertrainer Martin Schanz
Dienstag, 3. August 2010

"Klassenerhalt ist das Minimalziel"

Meister-Trainer-Duo

Besser konnte es in seinem ersten Trainerjahr nicht laufen: Martin Schanz hat mit seinem Co-Trainer Marcel Hufgard die Sportfreunde nach 15 titellosen Jahren wieder zu einer Meisterschaft geführt und damit den Aufstieg in die Kreisliga geschafft.

Am nächsten Sonntag startet die neue Saison mit dem Auswärtsspiel der 1. Mannschaft in Mechenhard, bzw. der 2. Mannschaft in Laudenbach.

Mit Martin Schanz sprachen wir u.a. über die Meistersaison, die Kreisliga, taktische Konzepte, Baustellen und Perspektiven.

F: Martin, dein erstes Trainerjahr endete mit einer sehr überraschenden und dennoch äußerst souveränen Meisterschaft der Sportfreunde in der Kreisklasse. Zu welchem Zeitpunkt der Saison hast du selbst zum ersten mal an den Titel geglaubt und was waren die Highlights der Saison für dich?
 
A: Ich wusste schon vor der Saison, dass wir mit dieser Mannschaft eigentlich Meister werden müssen. So viele gute Einzelspieler hatten wir selten am Bischling. Als wir dann Herbstmeister wurden und im ersten Spiel nach der Winterpause Eichenberg schlugen, war meines Erachtens klar, dass wir uns das nicht mehr aus der Hand nehmen lassen. Die Höhepunkte waren die beiden Derby-Siege sowie das erste Spiel in Heigenbrücken - ein perfekter Saisonstart.
 
F: Was hat es dir persönlich bedeutet, diesen traditionsreichen Verein nach 15 titellosen Jahren wieder "wachgeküsst" zu haben?
 
A: Als ich 2006 zu den Sportfreunden gewechselt bin, war mir durchaus bewusst, für welchen Traditionsverein ich spiele. Mein Ziel war es, so schnell wie möglich mal wieder Geschichte zu schreiben. Von Wachküssen kann aber keine Rede sein. Unsere Jungs haben selbst begriffen, dass sie die beste Mannschaft in der Kreisklasse sind. Für mich persönlich war der Titel ein großes Dankeschön an diesen tollen Verein. 
 
F: Der Meistertitel war ohne Frage das Resultat einer beeindruckenden Mannschaftsleistung. Gibt es trotzdem Spieler, die aus der Mannschaft herausgeragt haben oder die die Erwartungen übertroffen haben? Wer war der "Spieler der Saison" für dich?
 
A: Für mich ist der Star die Mannschaft. Jeder hat seinen Teil dazu beigetragen erfolgreich zu sein. An dieser Stelle auch ein Dank an die Spieler, die nicht so oft zum Einsatz gekommen sind, aber trotzdem immer voll mitgezogen haben.
 
F: Dein Co-Trainer Marcel Hufgard hat ebenfalls sein erstes Trainer-Jahr hinter sich gebracht. Dabei kommt dem "Co" bei einem Spielertrainer natürlich eine besondere Verantwortung zu. Die Kombination Schanz/Hufgard hat sich dabei in der abgelaufenen Saison offensichtlich bestens bewährt. Wie habt ihr die Aufgaben untereinander aufgeteilt?
 
A: Ohne Marcel wäre dieser Titel nicht möglich gewesen. Wir haben uns von Beginn an perfekt ergänzt und waren jederzeit ein harmonisches Team. Für mich ist Marcel viel mehr als "nur" ein Co-Trainer. Er hat sehr viel Sachverstand und trifft den Nagel immer auf den Kopf. Wir planen das Training immer gemeinsam und teilen uns dann die Aufgaben. Vor und während eines Spiels hat jeder seinen Redeanteil, und Marcel wird von der Mannschaft sehr geschätzt und vor allem auch respektiert. Wir hatten ja vor der Saison einige Zweifler im Umfeld. Ich hoffe, dass wir noch ein paar Jahre zusammen arbeiten.
 
F: Lass uns den Blick nach vorne richten. Die Kreisliga gilt als schwieriges Pflaster für Aufsteiger. Fast alle Kreisklasse-Meister der vergangenen Jahre wurden postwendend wieder zurück geschickt oder haben gerade so den Klassenerhalt geschafft. Welche Rolle können die Sportfreunde in der Kreisliga spielen? Wo sind noch "Baustellen"?
 
A: Ich traue unserer Mannschaft den Klassenerhalt zu. Dies ist auch unser Minimalziel. Wir gehen in diese Liga und wollen natürlich jedes Spiel gewinnen - egal wer kommt. Unsere größte Baustelle ist das Verletzungspech. Ich hoffe, dass wir heuer weniger Verletzte haben und aus dem Vollen schöpfen können.
 
F: In der Kreisklasse boten die Sportfreunde einen sehr attraktiven und offensiven Fußball. Wird sich in der höheren Liga am Spielsystem etwas ändern?
 
A: Wir werden unser bewährtes 3-5-2-System fortsetzen. Wir spielen seit der Winterpause mit einer Dreierkette. Das heißt jeder muss einen Mann übernehmen. Das funktioniert bestens. Wir wollen weiterhin attraktiven und vor allem erfolgreichen Fußball bieten.
 
F: Ein vermeintliches Zaubermittel in der Defensive scheint die viel zitierte "Viererkette" zu sein. Warum praktizieren die Sportfreunde diese nicht, bzw. wie stellt man sich in der Offensive auf Gegner ein, die mit Viererkette spielen?
 
A: Alle Welt spricht von der Viererkette... Sind wir doch mal ehrlich: unser Prunkstück in Sailauf ist unser "magisches Dreieck" im Mittelfeld mit Peter Braun, Max Megerle und Jan Becker. Bei einem 4-4-2 müsste einer dieser drei Spieler auf die Außen ausweichen. Da wären sie absolut verschenkt. Um Viererkette zu spielen braucht man starke Außenspieler sowie vier Spieler vor dem Torwart, die ein Spiel optimal eröffnen können. Da fehlen uns aktuell die Mittel. Wir haben nun schon gelernt optimal gegen einen Viererkette zu spielen. Und das hat man ja auch schon gegen Keilberg oder Krombach sehen können. Der letztjährige Kreisliga-Meister Hösbach-Bahnhof spielt übrigens auch ein 3-5-2. Und noch eines möchte ich anmerken: wir spielen immer 11 gegen 11.
 
F: Mit Kapitän Jürgen Stenger, Linus Ebert und Gerald Geibig stehen gleich drei sehr wichtige Akteure verletzungsbedingt auf noch unabsehbare Zeit nicht zur Verfügung. Mit Michael Kaiser kam dagegen nur ein echter Neuzugang an den Bischling. Können der aktuelle Kader bzw. die aus der Jugend aufrückenden Spieler diese Lücken schließen?
 
A: Wir haben wieder hervorragend ausgebildete Spieler aus der A-Jugend bekommen: Patrick Franz, Moritz Büttner, Hannes Raab, Philipp Tumczyk und Max Markert. Sie werden mit Sicherheit auch in Zukunft eine feste Größe in der 1. Mannschaft sein. Michael Kaiser hat sich telefonisch bei mir angeboten und ich habe ihn "blind" verpflichtet. Wir haben im Vorfeld ein wenig recherchiert und ich bin mir sicher, dass wir noch sehr viel Freude mit ihm haben werden.
 
F: Auch die 2. Mannschaft hat sich die Meisterschaft in ihrer Klasse gesichert und dem Verein damit das "Double" beschert. Nun geht es in der A-Klasse um den Klassenerhalt. Ist das ein Himmelfahrtskommando, oder hat das von Marc Hirsch und Andreas Stenger betreute Team eine realistische Chance, in der der A-Klasse zu bestehen?
 
A: Zunächst einmal möchte ich auch Marc und Andreas für die hervorragende Arbeit danken. Sie haben das Optimale aus dieser Mannschaft herausgeholt. Man muss bedenken, dass wir in der 2. Mannschaft fast jede Woche mit einer anderen Mannschaft antreten müssen. Es ist wichtig, dass unsere Zweite in diese interessante A-Klasse aufgestiegen ist. Hier können sich die A-Jugendspieler perfekt an den Aktivenbereich gewöhnen und sich für höhere Aufgaben empfehlen. Ich bin mir sicher, dass wir eine realistische Chance haben die Klasse zu halten.
 
F: Vor einem Jahr hast du an dieser Stelle gesagt, du wüsstest "wie der Verein tickt". Nach allem, was nun in der vergangenen Saison passiert ist: Gab es da vielleicht doch die eine oder andere Sache, bei der du von den Sportfreunden Sailauf überrascht worden bist?
 
A: Die besten Überraschungen bieten unsere Spieler. Auf Abschlussfahrten zum Beispiel - aber mehr verrate ich da nicht! (lacht)
 
F: Martin, vielen Dank für das Interview und viel Erfolg für die neue Saison!
 
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