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"Ich weiß, wie der Verein tickt"
Mittwoch, 5. August 2009

Interview mit Spielertrainer Martin Schanz zum Saisonauftakt

Am kommenden Sonntag beginnt die Kreisklasse-Saison 2009/10 mit dem schweren Auswärtsspiel beim Titelanwärter Heigenbrücken. Für die Sportfreunde könnte es eine wegweisende Spielzeit werden: Neben drei hochtalentierten Jugendspielern und zwei starken Neuzugängen hat die Mannschaft auch ein neues Trainergespann bekommen. Martin Schanz (Spielertrainer) und Marcel Hufgard (Co-Trainer) wollen mit attraktivem Fußball den Verein mittelfristig wieder nach oben bringen. Mit Trainer Schanz sprachen wir u.a. über Perspektiven, Philosophien, Jugendarbeit und Disziplin.


Das Interview:

Martin, vor ein paar Jahren hast du noch als Torwart in der Landesliga gespielt, bevor du nach Sailauf gewechselt bist. Seit 01.07. bist du nun Cheftrainer bei den Sportfreunden. Wie kam's?
 
In den letzten drei Jahren habe ich mich in Sailauf sehr wohl gefühlt. Ich mag "Land und Leute", und die Kameradschaft innerhalb des Teams ist großartig. Nachdem man Ende Dezember noch keinen Nachfolger für Bernd Müller hatte, habe ich mich ins Spiel gebracht. Grund: Ich weiß wie der Verein tickt, kenne die Spieler und möchte diesem traditionsreichen Verein helfen, wieder mal nach oben zu kommen. Ich habe zwar noch wenig Trainererfahrung, allerdings habe ich schon unter Übungsleitern wie Rudi Bommer, Markus Schäfer, Peter Löhr, Radomir Dubovina und Jogi Hufgard trainiert und dabei sehr viel gelernt.
 
Dein Co-Trainer wird Marcel Hufgard sein. Ein klangvoller Name im regionalen Fußball, schließlich trainiert dessen Vater Joachim Hufgard den Landesligisten Alemannia Haibach. Was hat den Ausschlag für Marcel gegeben?
 
Der Name Hufgard ist tatsächlich klangvoll in unserer Region. Marcel und ich haben uns so richtig kennengelernt, als er vor zwei Jahren bei uns nochmal angefangen hat Fußball zu spielen. Schon damals stellte ich fest, dass wir die gleiche Auffassung vom Fußball haben. Ich brauchte einen Co-Trainer, mit dem ich mich blind verstehe und mit dem ich auch einer Meinung bin. Natürlich fällt auch der Apfel nicht weit vom Stamm. Marcels Vater war drei Jahre lang mein Trainer in Erlenbach, und ich habe mit dem Namen Hufgard schon immer Erfolg verbunden. Das soll auch dieses Jahr so sein.
 
Mit welcher Art Fußball dürfen die Zuschauer am Bischling rechnen? Welches System bzw. welche Philosophie hat das Trainergespann Schanz/Hufgard?
 
Wir werden das klassische 3-5-2-System fortführen, allerdings haben wir bereits in der Vorbereitung schon sehr großen Wert auf taktische Disziplin gelegt. Ich bin ein großer Fan vom ballorientierten Verschieben: Schnellstmöglicher Ballgewinn, um dann durch kluges Passspiel zum Torerfolg zu kommen. Ich denke auch, dass man bereits in der Vorbereitung - bis auf zwei Ausnahmen - gesehen hat, wie wir uns Fußball vorstellen. Das Pokalspiel gegen Strietwald ist da ein gutes Beispiel.
Mir ist in den letzten Jahren auch immer wieder aufgefallen, dass manche Spieler nicht immer alles für das Team und den Verein gegeben haben. Das muss sich ändern! Und eines ist auch klar: Der Bischling muss wieder zur Festung werden!
 
Platz 4 im Spessartpokal, dazu die 4. Pokalrunde erreicht: Wie seid ihr mit der Vorbereitung insgesamt zufrieden?
 
Mit der Vorbereitung sind wir im Großen und Ganzen zufrieden. Wir haben seit langem mal wieder die 4. Pokalrunde erreicht und sind nur unglücklich in Niedernberg ausgeschieden. Desweiteren hat uns gefreut, dass die Jungs alle sehr gut mitgezogen haben und wir die neuen Spieler sehr schnell integrieren konnten. In Sachen Spessartpokal hatte ich mir eigentlich vorgestellt ins Finale zu kommen. Allerdings haben wir uns mit dem 4. Platz auch nicht groß verschlechtert. Zu bemängeln habe ich die Disziplinlosigkeit in manchen Spielen. Wir haben zu viele gelbe und leider auch rote Karten wegen unnötigem Meckern und dummen Fouls erhalten. Leider bin ich da beim Spessartpokal selbst kein gutes Vorbild gewesen, aber ich habe daraus gelernt.
 
Es gibt einige interessante Neuzugänge, u.a. aus der eigenen Jugend. Kannst du diese Neuzugänge und ihre Qualitäten unseren Lesern mal kurz vorstellen?
 
Ich denke mal, dass gerade unsere Jugendspieler Linus Ebert, Max Megerle, Sebastian Hugo und auch Jan Becker schon letztes Jahr in der 1. Mannschaft eindrucksvoll bewiesen haben, wie stark sie schon jetzt sind. Ich bedauere ein wenig, dass die A-Jugend-Saison sehr lang war und wir darauf achten müssen, dass sie jetzt nicht in ein Leistungsloch fallen. Aber mir gefällt die Entwicklung sehr, und ich werde alles dafür tun, dass sie sich noch besser entwickeln. Die beiden anderen Neuzugänge, Peter Braun und Thorsten Zipfl, sind natürlich für uns Gold wert. Die beiden haben jahrelang höherklassig Fußball gespielt und ich erwarte von ihnen, dass sie unsere "jungen Wilden" auf dem Platz führen und Verantwortung übernehmen. Beide sind sehr ballsicher, und Peter hat sogar eine richtig gute "linke Klebe“. Mit ihnen verspreche ich mir auch wieder mehr Tore. Wir haben gerade diese zwei Spieler geholt, weil sie auch menschlich perfekt zu uns passen. Die Verpflichtung von Thorsten Zipfl lag mir besonders am Herzen, da wir bereits in Damm fünf Jahre und bei der Viktoria sechs Jahre zusammen gespielt haben. Auch privat haben wir miteinander sehr viel zu tun.
 
Am kommenden Wochenende beginnt die Runde gleich mit einem Kracher, wenn es zum Meisterschaftsfavoriten nach Heigenbrücken geht. Auch die anschließenden Partien haben es allesamt in sich. Hättest du dir zum Start nicht ein vermeintlich einfacheres Programm gewünscht?
 
Als ich das Auftaktprogramm gesehen habe, da hab ich schon mal geschluckt. Aber man muss es nehmen wie es kommt. Und ich habe auch in den letzten Jahren gesehen, dass kein Gegner einfach ist und wir uns auch schon gegen spätere Absteiger richtig schwer getan haben. Von daher bin ich da ziemlich relaxed was das Auftaktprogramm betrifft.
 
Obwohl es für die Sportfreunde ein Jahr der Konsolidierung und Integration der Jugendspieler werden soll, haben einige andere Trainer der Kreisklasse die Sportfreunde als Meistertipp genannt. Ist das realistisch bzw. wird da nicht eine unerfüllbare Erwartungshaltung aufgebaut?
 
Ja, man sollte mal die Kirche im Dorf lassen. Wir haben zwar die Qualität des Kaders deutlich verbessern können, aber das Wort Meisterschaft möchte ich nicht in den Mund nehmen. Ich traue den Jungs zu, den vierten oder fünften Platz zu holen. Wenn es dann besser läuft, freue ich mich umso mehr.
 
Stichwort Jugend: Die tolle Jugendarbeit der Sportfreunde zahlt sich ja nach und nach mehr aus. Wie ist die Perspektive für die kommenden Jahre? Sind da weitere gute Nachwuchsspieler im Anmarsch?
 
Ich habe schon in den letzten Jahren gesagt, dass die Jugendarbeit in unserem Verein überragend ist. An dieser Stelle ein großes Lob an Claus Büttner und alle Jugendtrainer und Betreuer. Die Perspektive ist großartig, und wir werden in den nächsten zwei Jahren noch weitere tolle Nachwuchsspieler dazu gewinnen. Ich glaube, es kann nicht jeder Verein unserer Größe sagen, dass man in jedem Jahrgang ein oder sogar zwei Teams stellen kann. Gerade die A-Jugend mit ihrem Trainer Pietro Pisconieri hat letztes Jahr Großartiges geleistet. Und es freut mich auch, dass er die 1. Mannschaft schon letztes Jahr unterstützt hat.
 
Die junge 2. Mannschaft hätte letztes Jahr fast den Aufstieg in die A-Klasse geschafft, erst im Endspurt ging dem von Marc Hirsch trainierten Team ein wenig die Puste ein. Was erwartet sich der Cheftrainer heuer vom B-Team?
 
Zunächst einmal bin ich überglücklich, dass Marc und auch Andi Stenger auch dieses Jahr unser B-Team trainieren. Man hat schon letzte Saison gesehen, dass hier mehr Zug drin ist und dass die Jungs von Marc sehr viel lernen können. Ich erwarte von ihnen, dass sie auch dieses Jahr wieder oben mitspielen.
 
Ein Problem ist noch die Torhüterposition. Mit dem Wechsel von Andreas Hein zur DJK Hain stehen die Sportfreunde momentan mit nur einem Torhüter da - dem Spielertrainer. Traut sich etwa kein Keeper mehr an den Bischling, weil er an Martin Schanz ohnehin nicht vorbeikommt? Wie kann dieser Engpass überbrückt werden?
 
Es ist schon schwierig, wenn der Spielertrainer der Torwart ist. Der Abgang von Andi Hein tut natürlich weh, aber mit Max Markert aus der A-Jugend haben wir einen exzellenten Torhüter, der schon in der Vorbereitung überragend gespielt hat. Auf ihn will ich in Zukunft setzen, denn es wäre schade, wenn so ein Mann den Verein wechselt. Falls mir was passieren sollte, wird auf alle Fälle der Max spielen. Aber auch Andi Stenger, der ja eigentlich kein Torhüter ist, macht seine Sache echt gut. Hier brauchen wir uns keine Gedanken machen. Er wird im B-Team spielen.
 
Was sind die Ziele für die kommende Saison, bzw. was wäre nötig, damit Martin Schanz im Mai 2010 zufrieden ist?
 
Wir wollen erreichen, dass wir attraktiven und erfolgreichen Fußball spielen, um am Ende unter den ersten Fünf zu stehen Ich wünsche mir, dass die Jungs weiterhin so viel Spaß im Training haben und dass unsere Arbeit auch Früchte trägt.
 
Martin, vielen Dank für dieses Interview und viel Erfolg in der neuen Saison!

 
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