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Jugendlicher Sturm und Drang rettet Sportfreunde
Montag, 23. März 2009

TSV Rothenbuch - Sportfreunde Sailauf

1:2

(0:0)

Torschützen: Jan Becker, Linus Ebert

Das Feld war schon für eine grandiose Blamage bereitet: Fünf Minuten vor dem Ende der Partie führte das bislang noch punktlose Schlusslicht mit 1:0. Dann kamen die A-Jugendspieler Jan Becker und Linus Ebert und bewahrten die Sportfreunde vor einem Fiasko.

Auf dem neuen, engen Hartplatz in Rothenbuch hatten die Akteure nicht nur auf der einen Seite mit Punktlosigkeit und auf der anderen mit ihrer Angst zu kämpfen, sondern auch mit einem tiefen Sandboden. Angesichts der Tabellensituation war aber ohnehin nicht mit einem technisch ansehnlichen Spiel zu rechnen. So waren die Höhepunkte der 1. Halbzeit auch ausschließlich negativer Art: Nach 25 Minuten hatten sich die Rothenbücher durch gelb-rot bereits dezimiert, sieben Minuten später glich Sailaufs Christoph Müller nach einem Handspiel auf der Torlinie und daraus resultierender roter Karte das Spielerverhältnis wieder aus. Den fälligen Strafstoß verschoss das Schlusslicht - zum Glück für die Sportfreunde.

Im 2. Durchgang zeigten die Sportfreunde, warum sie 17 Punkte mehr auf dem Konto hatten als ihr Kontrahent. Doch die Überlegenheit auf dem Feld endete im gegnerischen Strafraum, wo man kaum einmal zu einem gefährlichen Abschluss kam. Zu allem Übel brachte man in der 61. Minute den Ball nicht konsequent genug aus der eigenen Abwehr heraus, und Rothenbuchs Goalgetter Aulenbach (wer sonst...) sorgte mit einem platzierten Kopfball für die 1:0-Führung der Gastgeber. Nun schienen die Sportfreunde langsam zu kapieren, was da eigentlich passierte, und legten den höchsten Gang ein. Allen voran die drei A-Jugendspieler Max Megerle, Jan Becker und Linus Ebert. Sie spielten die Rothenbücher Abwehr nun ein ums andere mal schwindlig, doch im Abschluss versagten die Nerven oder man hatte nicht das Quäntchen Glück. Rothenbuch mauerte mit Mann und Maus und betrieb zudem massiv Zeitspiel, was die Sailaufer Nerven nicht gerade beruhigte. Als bei den mitgereisten Fans schon langsam Resignation aufkam, wurden die Sportfreunde endlich belohnt: Eine mustergültige Flanke von Linus Ebert wurde von Jan Becker aus kurzer Distanz zum überfälligen Ausgleich ins Netz gedrückt (85.). Und damit nicht genug: Mit dem Rücken zum Tor legte Linus Ebert den Ball um den Gegner herum, drehte sich blitzschnell und ballerte das Leder mit einem satten Linksschuss unhaltbar zum 2:1-Siegtreffer in die Maschen (88.). In der Nachspielzeit hatte er noch zwei weitere gute Möglichkeiten das Ergebnis zu erhöhen, doch zwei spektakuläre Distanzschüsse von ihm landeten am Pfosten bzw. an der Unterkante der Latte. Kurz darauf kam der Schlusspfiff, und die von den Schultern der Sailaufer Spieler gefallene tonnenschwere Last war förmlich zu hören. Ein knapper, letztlich aber verdienter Last-Minute-Sieg, der den Sportfreunden eine kleine Atempause verschafft. Zudem konnte man dadurch den Abstiegsrelegationplatz verlassen.

Dass dieser so eminent wichtige Sieg vor allem den drei engagierten und technisch starken A-Jugendspielern zu verdanken ist, ist ein zweischneidiges Schwert. Zum einen ist es natürlich toll, dass die Jugendarbeit der Sportfreunde solche Spieler hervorbringt, zum anderen ist es aber eigentlich nicht Aufgabe der A-Jugend, der 1. Mannschaft den Kopf zu retten. Verkehrte Welt. Und trotz der hervorragenden Leistungen der drei Jungs muss allen im Verein klar sein, dass man Wohl und Wehe der Sportfreunde nicht auf deren junge Schultern laden kann. Da sind die älteren Spieler gefordert, von denen einige leider noch nicht annähernd die Verantwortung übernehmen, die man von ihnen eigentlich verlangen muss. Denn die jungen Spieler brauchen trotz allen Talents noch Führung. Und dieser Führungsspieler, der im Mittelfeld die Weichen stellt, voran geht und das Tempo bestimmt, ist momentan weit und breit nicht in Sicht. Womöglich kann in einigen Jahren einer der Jugendspieler diesen Part ausfüllen, doch jetzt und auch in der kommenden Saison ist das noch viel zu früh. Das sollten sich die erfahreneren Spieler einmal zu Herzen nehmen.

Der nächste Sonntag sieht den Gang nach Rothengrund-Gunzenbach vor. Viel muss man dazu nicht sagen: Es waren immer sehr enge Spiele gegen einen äußerst unangenehmen, weil verbissenen Gegner. Zudem steht RoGu nach dem Fast-Abstieg in der letzten Saison heuer sehr gut da und rangiert aktuell auf Platz 7. Will man dort punkten, muss man sich im Vergleich zum Rothenbuch-Spiel gewaltig steigern. Und Punkte sind angesichts der Tabellensituation weiter dringend vonnöten.

 
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