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Sportfreunde schlagen sich gegen Waldaschaff selbst
Donnerstag, 30. August 2007

Viktoria Waldaschaff - Sportfreunde Sailauf

5:4

(1:2)

Torschützen: Bernd Hafner (2), Felix Gerber

In einem denkwürdigen Spiel machten die Sportfreunde nach einer 3:1-Führung so ziemlich alles falsch, was man nur falsch machen kann und verloren obendrein Matthias Prößler und Michael Günther durch rote Karten. Dass der Schiedsrichter ab Mitte der zweiten Halbzeit völlig die Übersicht verlor, kann nur sehr bedingt als Ursache angesehen werden. Letztlich waren es die Sportfreunde selbst, die sich durch Undiszipliniertheiten, individuelle Fehler und auch schlichte Dummheit um den ersten Sieg brachten und somit mit nur einem Punkt aus drei Spielen einen klassischen Fehlstart hingelegt haben.

Der Aufsteiger legte eine furiose Anfangsphase hin und spielte die sichtlich überforderten Sportfreunde zunächst praktisch an die Wand. So dauerte es auch nicht allzu lange, bis Waldaschaff mit 1:0 in Führung ging (7.), wobei Nachwuchs-Torwart Andreas Hein, der für den verhinderten Martin Schanz im Tor stand, eine unglückliche Figur machte. Doch auch die gesamte Abwehr war zu Beginn nicht im Bilde und man hatte bei zwei Aluminium-Treffern Glück, dass man nicht schon nach 20 Minuten mit 2:0 oder 3:0 zurück lag. Dann mussten die Gastgeber jedoch ihrem hohen Tempo Tribut zollen und die Sportfreunde übernahmen mehr und mehr das Kommando. Nach einer äußerst sehenswerten Kombination tauchte Bernd Hafner alleine for dem gegnerischen Torwart auf und erzielte das zu diesem Zeitpunkt schmeichelhafte 1:1 (28.). Kurz darauf war es erneut Bernd Hafner, der mit großem Einsatz einen Ball in die Mitte flankte, den der Viktoria-Keeper nur Felix Gerber vor die Füße klatschen konnte. Der hatte keine große Mühe den Ball zur 2:1-Führung im Netz unterzubringen (34.). Bis zum Pausenpfiff erspielten sich die Sportfreunde noch weitere Möglichkeiten, sodass die knappe Führung zur Halbzeit letztlich sogar in Ordnung ging.

Nach dem Wechsel wurde das Spiel wieder ausgeglichener, doch nach dem 3:1 (52.), erneut durch Bernd Hafner, schien die Vorentscheidung gefallen. Viktoria Waldaschaff wirkte sichtlich konsterniert und schien keine Mittel mehr zu haben, noch einmal ins Spiel zurück zu kommen. Doch dann brach angesichts des sicheren Sieges bei den Sportfreunden eine Krankheit aus, die mit "Bruder Leichtfuß" nur äußerst unzureichend beschrieben ist. Zunächst kassierte der bis dahin gut spielende Felix Gerber ohne Not eine absolut überflüssige gelbe Karte wegen absichtlichen Handspiels und musste von Coach Reisacher wegen akuter gelb-rot-Gefahr ausgewechselt werden. Einmal mehr brachte sich der Nachwuchs-Stürmer damit selbst um den Lohn seiner Arbeit und leitete damit, ohne es ahnen zu können, das ganze Drama ein. So schauten Torhüter und Abwehr unbekümmert zu, wie sich eine Waldaschaffer Kerzen-Flanke acht Meter vor dem Tor Richtung Boden senkte, ohne dass sich jemand bemüßigt fühlte, zum Ball zu gehen. Die Viktoria nahm das Geschenk dankend zum 2:3-Anschlusstreffer an (50.). Anschließend meinte der für Felix Gerber gekommene Michael Günther, an der Seitenauslinie ohne Not einen Gegenspieler von hinten umtreten zu müssen und kassierte dafür eine harte aber durchaus vertretbare rote Karte. Dieser Bärendienst für die Mannschaft wirkte sich gleich mit dem anschließend fälligen Freistoß aus, den die Viktoria - erneut unter passivem Begleitschutz von Abwehr und Torwart - zum 3:3-Ausgleich nutzen konnte (60.). Dann trat auch noch der Mann in schwarz fragwürdig in Aktion: Bei einem Zweikampf wollte er eine Tätlichkeit von Matthias Prößler gesehen haben und zeigte ihm ebenfalls die rote Karte. Diese Entscheidung war mehr als zweifelhaft, zudem hatte der Referee zuvor bei einem klaren Nachtreten des Waldaschaffer Spielführers nur gelb gezeigt. Doch offensichtlich ließ sich der Unparteiische nun von der aufgebrachten Stimmung anstecken. So "übersah" er beim 4:3 (73.) der Viktoria auch noch eine klare Abseitsstellung. Die Sportfreunde warfen nun alles nach vorne, um zumindest noch einen Punkt mitzunehmen. Doch dieses letzte Aufbäumen war angesichts der zwei-Mann-Unterzahl zum Scheitern verurteilt, und mit einem Konter schafften die Viktorianer das 5:3 (82.) und damit die Entscheidung. Offensichtlich wurde dann dem Schiedsrichter irgendwie klar, dass er einige Fehlentscheidungen zu Ungunsten der Sportfreunde getroffen hatte. Anders jedenfalls lässt sich der lachhafte Elfmeter nicht erklären, den er den Sportfreunden kurz vor Schluss schenkte. Klaus Lasar verwandelte diese Konzessions-Entscheidung zwar sicher zum 5:4-Anschluss (88.), doch trotz turbulenter Schluss-Sekunden blieb es bei der eigentlich nicht mehr für möglich gehaltenen Niederlage.

Was soll man sagen? Mit kühlem Kopf gesprochen: Selbst schuld. Wer angesichts einer scheinbar sicheren Führung das Fußballspielen einstellt und dann durch unsinnige Fehler und dumme Aktionen den Gegner wieder aufbaut, braucht sich beim Schiedsrichter nicht beschweren, auch wenn der sicher nicht seinen besten Tag hatte. Bei den Sportfreunden wussten lediglich Bernd Hafner, Gerald Geibig und der stets quirlige und einsatzfreudige Turgay Kirdadurmaz zu überzeugen. Insgesamt natürlich zu wenig, vor allem was die Defensive betrifft.

Mit nur einem Punkt aus den bisherigen drei Spielen steht man nun tief im Tabellenkeller. Zwar hat man noch zwei Spiele mehr zu absolvieren als die Konkurrenz, aber für diese Mannschaft ist eine solche Ausbeute ganz klar viel zu wenig. Wie im letzten Jahr hat man also einen klassischen Fehlstart hingelegt. Und es ist zu befürchten, dass es noch schlimmer kommt, zumal man wohl einige Spiele auf Matthias Prößler verzichten muss. Am Sonntag kommt der starke FSV Michelbach auf den Bischling, und nach dem Auswärtsspiel in Großwelzheim wartet schon das Derby gegen den FC Eichenberg. Einmal mehr ist der Charakter der Mannschaft gefragt, die in den kommenden Wochen hoffentlich eine bessere Reaktion auf die Misere zeigt, als in der Rückrunde der vergangenen Saison.

 
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