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Saisonbilanz 2006/07: Knapp am Super-GAU vorbei
Montag, 18. Juni 2007
Weihnachten 2006 sah die Lage hervorragend aus: Die Sportfreunde lagen knapp hinter der Spitze und hatten bei den noch ausstehenden elf Spielen sieben mal Heimrecht. Eine bessere Ausgangslage zum Sturm auf die Spitze war kaum möglich. Am Ende musste man froh sein, dass die Saison nicht noch länger gedauert hat, denn dann wäre man in die A-Klasse abgestiegen. Dazwischen lag ein bislang katastrophales Jahr 2007, in dem die Mannschaft ganze sechs Pünktchen einsammelte und auswärts komplett ohne einen einzigen Punkt blieb.

Was also war in der Winterpause passiert? Die Vorbereitung verlief zwar nicht optimal, aber dennoch zufriedenstellend. Doch schon beim ersten Spiel in Mainaschaff wirkte die Mannschaft seltsam kraftlos und unmotivert und kassierte prompt eine Niederlage. Nachdem dann auch das Heimspiel gegen RoGu und das "Spitzenspiel" gegen Unterafferbach verloren wurde, war der Aufstiegszug binnen 14 Tagen abgefahren, zumal sich mit Marco Reinhard ein absoluter Leistungsträger und mit Frank Rauscher eine wertvolle Alternative im Sturm schwer verletzt hatten und für den Rest der Saison ausfielen. So ergab sich die Mannschaft in ihr Schicksal und verlor, bis auf die Partien gegen Heigenbrücken und Königshofen, alle weiteren Spiele. Absolute Tiefpunkte an, bzw. schon jenseits der Grenze zur Arbeitsverweigerung, waren die Heimspiele gegen die Absteiger Feldkahl und Kälberau - schlechter hätte man sich nicht präsentieren können. Am Ende durfte man Aufatmen, dass die Saison zuende war. Ein paar Spieltage mehr, und die Sportfreunde hätten mit dem Abstieg in die A-Klasse völlig zurecht den Super-GAU erlebt.

Die Ursachenforschung gestaltet sich schwierig, und auch Trainer Reisacher blieb oft nur Ratlosigkeit angesichts der gezeigten Leistungen. Spieler, die im Training mit Selbstbewusstsein und gutem Fußball glänzten, wirkten Sonntags wie Nervenbündel, die ihr erstes Spiel bestreiten. Kein Ball kam zum Mitspieler, es wurden haarsträubende Fehler und Geschenke am Fließband produziert, jeder Kampfes- und Einsatzwille war verschwunden. Reine Kopfsache, so scheint es. Denn dass die Mannschaft durchaus das Potenzial für einen Spitzenplatz hatte, wurde zumindest in der Vorrunde desöfteren deutlich, so z.B. als man den Meister TSV Rothenbuch auf dessen eigenem Platz nach allen Regeln der Kunst vorführte und sogar ein zweistelliger Erfolg möglich gewesen wäre. Aber nicht nur in diesem Spiel machten die Sportfreunde ihre Sache sehr gut. Es gab, nach einem schwachen Saisonstart, gleich eine ganze Serie beeindruckender Vorstellungen, die man vor der Winterpause absolvierte. Doch unterm Christbaum gingen scheinbar alle Tugenden verloren...

Auch die Statistik ist hilfreich, wenn man die Ursachen für eine letztlich ganz schwache Saison analysieren will. Dank des neuen Torwarts Martin Schanz konnte man mit 60 Gegentoren immerhin die fünftbeste Abwehr der Liga stellen. Dem gegenüber steht jedoch ein extrem schwacher Angriff: Nur drei Mannschaften erzielten noch weniger Tore als die Sportfreunde (52). So bleibt mit -8 Toren ein katastrophales Torverhältnis, welches ohne die Glanztaten von Martin Schanz (alleine fünf gehaltene Elfmeter!) noch deutlich schlechter ausgefallen wäre und wahrscheinlich zum Abstieg geführt hätte. Im Sturm war Klaus Lasar nach überragenden Jahren nicht mehr ganz so durchsetzungsstark und treffsicher wie gewohnt. Youngster Felix Gerber ließ zwar desöfteren sein Potenzial aufblitzen, konnte aber aufgrund starker Launenhaftigkeit nicht als Goalgetter-Ersatz einspringen. Das übernahm, zumindest in Ansätzen, Rene Wohland.
Allerdings muss man dem Sturm zu Gute halten, dass er über weite Strecken vom Mittelfeld völlig allein gelassen wurde. Auch Leitfiguren wie Bernd Hafner und Harald Reisacher waren viel zu sehr mit sich und ihren eigenen Leistungen beschäftigt, als dass man den Angriff entsprechend hätte in Szene setzen können. Dieses Problem schleppten gleich mehrere Spieler in dieser Saison mit sich herum: Auch Thomas Grabherr und Hans Putz blieben weit unter ihren Möglichkeiten und eigenen Erwartungen. Und von den jüngeren Spielern bot sich keiner an, der für sie in die Bresche hätte springen können. So passten sich auch Akteure wie Timo Bayer und Alex Imgrund dem schwachen Niveau dieser Saison an, obwohl sie deutlich mehr zu leisten imstande sind. Der starke Neuzugang Oliver Drews konnte aufgrund von Verletzungen leider nur selten zeigen, was in ihm steckt. Unter dem Strich blieb praktisch die komplette Mannschaft über weite Strecken deutlich unter ihren Möglichkeiten.

Natürlich könnte man jetzt weiter spekulieren, welche Faktoren noch eine Rolle gespielt haben mögen. Aber letztlich sollte man nur froh sein, dass diese Horror-Saison ohne noch größeren Schaden zu Ende gegangen ist und den Blick nach vorne richten.

Schon Anfang Juli startet das Team in die Vorbereitung auf die Saison 2007/08. Und sicher will kein Spieler noch einmal so eine Ansammlung von Peinlichkeiten erleben und sich der Lächerlichkeit preisgeben wie in den letzten Wochen und Monaten. Somit ist einmal mehr jeder Einzelne gefordert, sich und seine Einstellung zu hinterfragen. Vor allem auf das Trainer-Gespann kommt die Herkules-Aufgabe zu, aus einem verunsicherten Haufen wieder eine echte Mannschaft zu formen. Das Schöne am Fußball: Es wird wieder bei Null losgehen, und es werden sich in der neuen Saison zahlreiche Möglichkeiten zur Wiedergutmachung ergeben. Denn das darf man auf keinen Fall vergessen: Die Mannschaft hat gegenüber sich selbst, dem Verein und vor allem gegenüber dem arg gebeutelten Publikum einiges wiedergutzumachen. Nicht nur der Ruf jedes einzelnen Spielers, sondern auch der Ruf der Sportfreunde Sailauf hat im letzten halben Jahr immensen Schaden genommen. Dies zu korrigieren ist die allererste Pflicht und Aufgabe jedes Einzelnen. Und mit diesem Gedanken und entsprechender Motivation sollte man auch in die Vorbereitung gehen. 

 
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